Leseprobe

MEIN KREISLAUF GERÄT IN WALLUNG, GEWISS BIN ICH KNALLROT IM GESICHT. …

… Ich schließe alle Apps, lege sein Handy zurück, lasse mich ins Bett plumpsen und vergieße Tränen. Als er aus dem Bad kommt, rennt er sofort auf mich zu, legt eine Hand auf meine Schulter und fragt besorgt: „Süße, was ist los? Ist was passiert?“ Ich weine weiter und jaule dazu. Er stupst mich an und fragt erneut: „Süße? Bella? Alles ok?“ Ich werde wütend: „Süße? Ist ja toll, jetzt bin ich wieder deine Süße, dann brauchst du aber auch nicht andere mit „Sweety“ oder „Hübsche in der Heimat“ anschreiben!“ Ich durchdringe ihn mit einem Blick, der töten könnte. Flugs zieht er seine tröstende Hand von mir weg und schaut mich mit hochgezogener Augenbraue grimmig an. Ich habe mich verraten und zum wiederholten Mal in seinem Handy geschnüffelt. Ein Wort kommt zum anderen, bis wir schließlich beide heulend auf dem Bett sitzen. Ich werfe ihm vor: „Anstatt dass du mal deinen „Schuldenberg abarbeitest“, welcher aus solchen Aktionen entstanden ist, legst du ständig wieder was Neues drauf. Dieser Kontakt zu Jenna muss ganz aufhören. Ich will nicht lesen, dass du sie vermisst, während du mit mir hier in Tunesien im Urlaub bist, wo es schön und harmonisch sein soll.“ Zuletzt schimpfe ich: „Das ist der schlimmste Urlaub, den ich je hatte. Es ist einfach alles kacke hier!“ Dominik steht auf, kommt um das Bett herum an meine Seite gelaufen und fragt mich ernsthaft: „Soll ich ein Ticket buchen, damit wir heimfliegen?“ Ich fasse es nicht. Das Problem besteht daheim immer noch, wenn er solchen Müll abzieht, wie diese Chats mit anderen Frauen, die mich verletzen. Er erläutert seinen Vorschlag: „Na, dir gefällt es hier doch nicht, dann ist wenigstes ein Störfaktor weg.“ Ich denke mir: „Nein, nein, Freundchen. Wir bleiben schön hier und du gehst nicht zu deiner Monika oder fucking Jenna heim.“ Ich überlege kurz und erkläre ihm: „Zusammen mit dir könnte ich im letzten Dreckloch sitzen und es wäre nicht so dramatisch, denn wir hätten ja uns! Aber wir haben ja gar nichts mehr. Ich habe Angst, dass unser Kind diese Stimmung nicht aushält, ich übertrage ja schließlich alles. Ich habe Angst, es zu verlieren und dir die Schuld dafür zu geben.“…

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komplette Leseprobe „Burnout im Baby-Glück“

 

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